LSV gewinnt 1:5 beim Nachbarn aus der großen Stadt

Aktualisiert: Okt 26

Mit großer Motivation und starker Besetzung trat der Klein Lukower SV heute bei Blau-Weiss Neubrandenburg an. Mit einem Start nach Maß ebnet sich das Team unseres Trainergespanns Thomas und Basti den Weg zu einem 1:5 Auswärtserfolg nach ganz starker Mannschaftsleistung.

Die erste Halbzeit geht mit dem Pausenergebnis von 0:2 klar an den LSV. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Blau-Weiss für etwa 20 Minuten die besseren Karten. Die Truppe von Trainer René Wachs konnte aus den guten Chancen jedoch nur den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen, ehe der Lukower Sturm noch drei Tore draufpackte. Unser Captain Peter musste schon nach 16 Minute verletzungsbedingt den Dienst quittieren. Hinzi fügte sich aber nahtlos ins Ensemble. Aus ähnlichen Gründen kam Paul Kuss für Kiste nach 43 Minuten. Auch Danilo musste in der Halbzeit passen. Für ihn lief Danny ab Hälfte zwei auf. Damit war auch schon das Wechselkontingent aufgebraucht. Ein Bruch war dadurch im Spielkollektiv jedoch nicht festzustellen.

So wir heute das Spiel begann, dürfte aus Sicht der Trainer jede Partie starten: Gerade mal 2 Minuten ist der Anpfiff von Schiedsrichter Tomy Richter verklungen da muss Blau-Weiss-Torwart Eric Elsner das erste Mal hinter sich greifen. Nach Foul an Ronny im rechten Halbfeld prüft Störrchen den Schlussmann mit einem direkten Freistoß. Elsner wehrt den Ball in die Mitte ab. Der Ball kommt zu Steffen, der dreht sich sofort und versucht es durch die Ansammlung der blau-weissen Verteidiger. Ronny kommt mit der Spitze noch dran und fälscht den Ball ab. Elsner, der schon in die rechte Ecke unterwegs ist, wird auf dem falschen Bein erwischt und langsam trudelt der Ball über die Linie.

Nächster Angriff, nächstes Tor: Ronny schlägt eine Flanke von rechts in den Strafraum. Steffen erwartet dort den Langpass, wird allerdings von Neubrandenburgs 13, Stefan Thoms, bedrängt. Im Kampf um den Ball bekommt Thoms ebendiesen an die Hand und Referee Richter zeigt sofort auf den Punkt. Ronny verwandelt eiskalt rechts oben. Keine Chance für den Keeper.

In der dreizehnten Minute gibt es im Neubrandenburger Strafraum einen indirekten Freistoß für unser Team. Ronny schickt von rechts Steffen, der im spitzen Winkel mit Ball und Verteidiger auf des Gegners Tor zuläuft. Der Verteidiger fällt, offenbar am Kopf getroffen und bleibt liegen. Der Torwart kann den Ball klären und beschwert sich vehement beim Unparteiischen. Und zwar so, dass er für seine Einwände die gelbe Karte erhält. Durch die nun stattfindende Vollversammlung im Neubrandenburger Strafraum ergibt sich kaum eine Lücke. Ronnys Freistoß bleibt in der Mauer hängen. Auch die folgende Ecke bringt nichts ein.

In der 23. erobert Hinzi im Mittelkreis den Ball und schiebt rechts rüber zu Ronny. Sogleich bedient dieser Steffen in der Spitze. Doch hier kann Elsner das Leder knapp vor ihm aus der Gefahrenzone rausbolzen. In der 25. Spielminute kann sich Samson das erste Mal auszeichnen. Ein Schuss von links bringt ihn aber nicht in Verlegenheit. Auch eine Flanke der Hausherren von links, kann weder Samson noch ihre Nummer 3, Christoph Ulrich, erreichen. Nun mal ein Angriff der Blau-Weissen von der rechten Seite. Samson pariert die Hereingabe zur Ecke. Diese hat aber keine unangenehmen Folgen.

In der 38. Minute dann die erste ernstzunehmende Möglichkeit der Gastgeber. Neubrandenburgs Zehner, Tobias Bölke, bedient maßgeschneidert Christoph Ulrich in der Mitte. Seinen Abnahme hüfthoch aufs kurze Eck hat Samson gerochen und kann die Ball um den Pfosten lenken. Die Ecke geht über alle hinweg. Danilo auf lang holt sich das Spielgerät und eröffnet geistesgegenwärtig einen Konter über Steffen. Steffen verlängert umgehend in den Lauf von Ronny. Und der wirklich letzte Mann der Blau-Weissen kann Ronnys Alleingang hier noch gerade so vereiteln.

In einer nächsten Aktion kommt Ronny aus seiner Position von rechts, sieht sich aber zwei Gegner gegenüber. Störrchen bietet sich in der Mitte an und bekommt im Strafraum auch den Ball. Gleich drei Verteidiger bedrängen ihn einigermaßen rustikal. Störrchen bleibt standhaft und versucht hier nicht einen Elfmeter zu schinden. Er wird jedoch abgedrängt, sodass seine Flanke für Steffen am langen Pfosten unerreichbar wird. Elsner pflückt die Kugel herunter. (Sehr sportlich, Störrchen.)

Gleich darauf wirft Störrchen an der rechten Seitenlinie Ronny den Ball in die Füsse. In der Manier eines Arjen Robben marschiert Ronny mit Ball an der 16-Meter-Markierung in die Mitte. Hier legt er ab auf Steffen, doch dessen Schuss geht unten links vorbei.

Auch Blau-Weiss bekommt nun in den letzten Zügen der ersten Halbzeit einen indirekten Freistoß im Strafraum zugesprochen. Eine Ballabgabe der Platzherren von deren rechter Seite kann Paul Kuss im Sechzehner entschärfen. Doch den durch ihn gestoppten Ball nimmt Samson auf. Hier wird offenbar Rückpass erkannt. Der Freistoß kommt gefährlich und nicht mehr zugänglich für Samson oben rechts an den Querbalken. Das Leder prallt zurück ins Spiel. Kiste belebt sogleich mit einem Pass auf Ronny das Lukower Angriffsspiel. Doch weder der Querpass auf Störrchen und die Ablage auf Danilo bringen hier Elsner in Bedrängnis. Das tut aber der letzte Versuch der ersten Hälfte durch Ronny. Den ersten Schuss kann Elsner abwehren. Den Nachschuss setzt Ronny gehörig übers Tor. Pausenpfiff.

Zwei halbe Chance auf Seiten der Lukower läuten die andere Spielhälfte ein. Nun gewinnt Blau-Weiss etwas mehr die Oberhand über das Spielgeschehen. Doch zwei Neubrandenburger Freistöße können von der Lukower Defensive abgewehrt werden. In der 56. Minute segelt vom Neubrandenburger Zehner eine Flanke von links passgenau auf Ulrich in der Mitte. Freistehend köpft er diese 100%ige rechts neben Samsons Dienstort. Nur eine Minute später setzt die Blau-Weisse 6 die nächste Möglichkeit der Gastgeber neben das Tor. Auch eine spätere Doppelecke, eine von links, eine von rechts kann Blau-Weiss nicht in Zählbares ummünzen. Im Zusammenwirken von Thoms mit Mönch gibt es in der 63. Minute die nächste hundertprozentige, doch Mönch rutscht das Leder im Lukower Strafraum über den linken Schlappen. In der 66. Minute ist es dann doch soweit. Blau-Weiss erzielt den Anschlusstreffer. Aus der Mitte heraus, das mögen 18/20 Meter gewesen sein, fasst sich Stephan Träger ein Herz und zieht mal trocken ab. Samson ist unterwegs in die linke Ecke. Doch der Ball hat einen solchen Drall, dass es er sich nach rechts dreht und unhaltbar einschlägt. Ein wirklich sehenswertes Tor des Spielführers der Blau-Weissen.

Lange können sich die Männer um Träger jedoch nicht freuen. Schon drei Minuten später stellt Ronny den alten Abstand her. Störrchen gewinnt den Ball an unserer linken Seitenlinie und sieht Danny ganz frei im Mittelfeld stehen. Danny schickt sofort Bruderherz Ronny in die Mitte. Ronny umkurvt den Torwart und netzt unten rechts ein. Auch der zweite herbeigeeilte Verteidiger kann hier nichts mehr ausrichten. 1:3 Lukow.

In der nächsten Szene halten alle Lukower den Atem an: Eine Angriff der Platzherren durch die Mitte ist eher ungefährlich. Samson nimmt weit vor Bölke, der Mann mit der 10, den Ball auf. In einer solchen geklärten Situation ist normalerweise der Torwart tabu. Bölke rennt voll in Samson rein. Unser Keeper bleibt liegen und muss behandelt werden. Für mich unbedingt kartenwürdig. In diesem Spiel hat der nicht immer souverän auftretende Schiedsrichter für weit weniger einen Karton gezeigt. Samson mit der Robustheit eines Samsonite-Hartschalenkoffers schüttelt den Schreck einfach ab und zeigt an, dass es weitergehen kann.

In der 80. Minute schlägt Ronny von rechts eine gaaaaanz lange Flanke nach linksaußen auf den anzeigenden Störrchen. Störrchen legt sich den Ball zurecht, wird auch nicht großartig gestört und lässt Elsner hier keine Chance. Lukow 1:4. Schlusspunkt der Partie ist das Lukower 1:5 in der 85. Minute. Gleich drei Männer im roten Dress kommen auf Elsner zu. Störrchen als Ballführender in der Mitte lässt sich diese Gelegenheit nicht nehmen und haut locker und gekonnt links ein. Nichts zu machen für den Schlussmann der Blau-Weissen.

Der LSV zeigt hier heute einen starken Auftritt. Chancen gab es auf beiden Seiten. Wir hatten in Summe etwas mehr und haben einige von unseren Möglichkeiten genutzt.


Blau-Weiss Neubrandenburg gehört in Neubrandenburg zu den gestandenen Institutionen. Neben zwei Herrenmannschaften sind auch die Alten Herren etabliert. Eine Sektion Radsport beginnt demnächst wieder mit dem Indoortraining Spinning. Trainer René Wachs ist uns durch die verwandtschaftlichen Beziehungen nach Lukow wohlbekannt. Er führte als Übungsleiter beim 1. FC Neubrandenburg Teams im Nachwuchsbereich, später auch bei den Herren. Die Auflösung des Unterbaus beim 1. FCN vor ein paar Jahren führten ihn dann als Trainer zu Blau-Weiss. Am kommenden Wochenende reist Blau-Weiss zu den noch punktlosen Blau-Weissen nach Tutow. Ein Duell der gleichen Farben. Für Dich, René, und für Blau-Weiss NB viel Erfolg weiterhin.

Der Klein Lukower SV hat den gerade entthronten SV 1950 Chemnitz zu Gast. In unserer Staffel ein dicker Brocken. Ich war am Samstag in Chemnitz beim Spitzenspiel gegen die TuS Neukalen Kiebitz. Auch Chemnitz ist schlagbar, da brauchen wir uns nicht ins Hemd zu machen. Ihre Abwehr zeigte sich nicht sehr sattelfest. Wir haben eine spielstarke Offensive und reelle Chancen auch gegen die Traktoristen zu treffen. Auf jeden Fall wird es ein heißes Duell. Also kommet alle zu unserem !vorletzten! Heimspiel in diesem Jahr.


Termin: Samstag, 31.10.2020 ----Anpfiff ist dann schon um 13:00 Uhr !!!

Ich zähle auf Euch,

Euer Harry

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