Souveräner 2:6 Auswärtserfolg sichert dem LSV die nächste Pokalrunde

Aktualisiert: Okt 7


Zum einem guten Fussballspiel gehört auch immer ein guter Pilz

Von Beginn an nimmt unser Team hier in Quassow gegen den Strelitzer FC das Heft des Handelns in die Hand. Nach ein paar guten Aktionen unserer Angriffsreihe direkt nach Anpfiff wird Korken in der 13. Minute im Strafraum der Gastgeber regelwidrig zu Fall gebracht. Hier sieht Schiedsrichter Jens Krüger keinen Ermessensspielraum und zeigt folglich auf den Punkt. Als Kapitän übernimmt Peter hierzu die Verantwortung und versenkt humorlos und platziert unten links zum 0:1.

Peter verwandelt den Elfmeter zum 0:1

Ein eher harmloser Ball führt zum Ausgleich der Platzherren in der 19. Minute durch die Strelitzer Nummer 8, Normen Oppelt. Aufgrund des entschuldigten Fehlens der beiden nominellen Torhüter des LSV, Samson und Konny, wurde Zange als Mann zwischen den Pfosten reaktiviert. Den Schuss aus einiger Entfernung auf die rechte untere Ecke hat Zange schon sicher. Er dreht sich aber kniend einmal um seine vertikale Achse. Dabei entgleitet ihm die Kugel und kullert ins Tor. Hier kann nur die fehlende Spielpraxis als Erklärung herhalten. Macht nix, weiter gehts.

Nach langer Zeit wieder in den Lukower Torwarthandschuhen - ZANGE

Zehn Minuten später bringt Martin Burr den LSV erneut in Führung. Nach einer flachen Hereingabe von rechts durch Ronny Strübung versenkt Martin unten rechts. Mit diesem 1:2 geht es zur Halbzeit in die Kabinen.

Auch nach Wiederanpfiff sind es die Lukower, die hier die ersten Akzente setzen. Doch in der 52. Minute ist es Stephan Harning auf Seiten der Strelitzer, der den erneuten Ausgleich erzielt. Mehr oder weniger unbedrängt kommt er aus der Mitte etwa Strafraumgrenze frei zum Schuss und das Leder schlägt oben links bei Zange ein. Da konnte er nichts machen.

Nun endlich belohnt sich der emsige Danny Strübing. Ausgehend von Störrchen ist ein langer Pass eigentlich für Karl gedacht, erreicht diesen aber nicht. Nach kurzem hin und her landet der Ball bei Danny auf der Mittelstürmerposition. Karsten Tresp im Kasten der Strelitzer ist weit aufgerückt. Dafür hat Danny natürlich eine Nase und mindestens ein Auge. Sehenswert überlupft er Tresp, der dem Heber nur noch hinterher schauen kann. 2:3 für Lukow in der 58. Minute.

Danny hier bei einem Kopfballversuch nach einer Lukower Ecke

Wir schreiben die 66. Minute. Zunächst ein Versuch durch Burri von rechts auf Ronny in die Mitte vor dem Tor. Doch er verpasst. Aber wir alle kennen unseren Karl: Den verloren geglaubten Ball holt er sich noch auf seiner linken Bahn und spielt Korken mittig kurz an. Korken braucht 3 Versuche bis er den Ball durch die Strelitzer Abwehrmänner durchgestochert hat. Ronny lässt den Ball ebenfalls passieren ins linke untere Eck zum 2:4 für uns.

Korkens Treffer zum 2:4

Nun in der 77. Minute ein wirklich schön herausgespielter und auch noch erfolgreicher Konter. Die Strelitzer verlieren das Leder in unserer Hälfte. Störrchen passt sofort zu Burri, der mit Ball losmarschiert. Nach Überqueren der Mittellinie ist sein Ziel erneut Ronny. Ronny setzt sich mit Ball gegen zwei Bewacher durch und drischt das Spielgerät unhaltbar unten rechts in die Maschen. 2:5 LSV.

Tresp kann hier Ronnys 2:5 nur hinterherschauen

Verletzungsbedingt muss Korken passen. Für ihn kommt Hinzi aufs Feld. Ich darf an der Stelle erwähnen, dass Hinzi am heutigen Tage zuhause eigentlich Estrich macht. Doch für seinen geliebten Klub schaufelt er sich die Zeit frei um als einziger Wechsler Gewehr bei Fuss zu stehen. Danke Enrico!!!

Selbst Steffen Burr, wieder eingesetzt als Innenverteidiger und Libero in der Art eines Franco Baresi, hält es nicht mehr hinten. Doch sein Versuch ist eine leichte Beute für Schlussmann Tresp. Den Schlussstrich im Torreigen zieht erneut Ronny. Sechs Minuten vor Feierabend erreicht Ronny wiederholt ein Pass vom Typ langer Hafer. Wieder lässt er die beiden Strelitzer Aufpasser alt aussehen und schiebt abgeklärt unten rechts zum 2:6 ein.

Schlusspunkt ist Ronnys 2:6

Das Ergebnis soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Strelitzer FC II nicht auch Fussball spielen kann. Auch sie kamen zu Möglichkeiten. In der zweiten Hälfte musste Zange zweimal Kopf und Kragen riskieren um als letzter Mann noch die Chancen der Gastgeber zu vereiteln. Nach meiner Bewertung lagen jedoch die überwiegenden Spielanteile in Händen (oder an den Füssen) des Klein Lukower SV. Die Abwehr stand weitestgehend sicher. Der Ball lief stellenweise überragend zwischen den Mannschaftsteilen. Oft konnte man beobachten, dass selbst unsere Offensivleute den Gegner in dessen Hälfte anliefen und damit deren Spielaufbau schon empfindlich störten. Unseren Fussballern war heute eine erfrischende Spielfreude anzusehen. Dies sollte uns Mut machen für unser kommendes Punktspiel im Ligaalltag.

Nach der Partie suchte ich das Gespräch mit einem der Trainer. Der Strelitzer FC II wird betreut durch Matthias Marczok und Dirk Krakow. Letzterer ist uns bekannt als Torwart aus der letzten Begegnung vor dem Corona-Lockdown. Wir spielten Mitte März gegen die dann noch existierenden SG Groß Quassow. Sein Compagnion Marczok wechselte sich als Spielertrainer in der 79. Minute gar noch selbst ein. Krakow berichtete mir auf meine Nachfrage vom Zusammenschluss der Quassower mit dem Strelitzer FC. Zumindest wird dadurch die wirklich schöne Sportanlage als Spielort erhalten, auch wenn ich mir einen Fortbestand der SGQ gewünscht hätte. Der Rasen erstrahlte Dank der kürzlich verbauten Beregnungsanlage in einem bemerkenswerten Sattgrün. Während des Spiels waren im Hintergrund auch wieder Reiter hoch zu Ross zu sehen. Die Torhüter müssen Fehlschüsse auf das hintere Tor dann zwischen Hürde, Mauer und Großem Oxer (so heißen Hindernisse im Springreiten) oder dem Dressurviereck holen.

Die intakte Vereinsstruktur zeigte sich dann auch in einem anderen Spektakel. Noch als die Begegnung lief machte sich eine Handvoll Herren daran mit Bandmaß und Kreidemaschine neben dem Platz ein mir bis dato unbekanntes Spielfeld herzustellen. Krakow klärte mich dann auf, dass es hier um ein vereinsinternes Turnier im Wikingerschach geht, auch Kubb genannt. Dass es den Quassowern damit Ernst ist konnte ich an den wilden Gesten und dem Palaver um die Linienführung ablesen. Es entsprach in etwa einer italienischen Baubesprechung. Alles in allem macht das Leben in Quassow auf mich einen herzlichen Eindruck. Neben dem Spiel ist auch schon mal ein Korso alter Traktoren zu sehen oder der Bummelzug der Hanseatischen Eisenbahn gibt Pfeifton zum Gruße. Ich komme immer gern zu Besuch. Macht weiter so und viel Erfolg bei allem was ihr anpackt.


Unser nächstes Punktspiel tragen wir wieder auf heimischem Boden aus. Dazu begrüßen wir am Samstag, den 10.10.2020 die Kickers aus Nossendorf. Angepfiffen wird wie gewohnt um 14:00 Uhr. Noch steht Nossendorf mit 0 (Null) Punkten da. Mit dem Schwung von diesem Spiel sollte es unseren Jungs gelingen, die drei Punkte auch im Gutspark zu sichern.

Wer sich am Samstag schon vorher Appetit auf Fussball holen will: Die Zweite des Penzliner SV empfängt um 10:00 Uhr den MSV Groß Plasten zum Derby. Also nix wie hin und sodann Nachschlag im Lukower Parkstadion holen, 180 spannende Fußballminuten warten am Wochenende. Damit das Wetter schön wird essen bitte alle immer auf! Danke.


Bis Sonnabend in alter/neuer Frische

Euer Harry

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